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Eltern unterschätzen den Zuckergehalt von Nahrungsmitteln

Mit Folgen für die Kinder

Die meisten Eltern unterschätzen den Zuckergehalt von beliebten Lebensmitteln massiv – und diese Unterschätzung geht mit einem doppelt so hohen Übergewichtsrisiko für die Kinder einher. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung (MPIB) und der Universität Mannheim untersuchten, wie gut Eltern den Zuckergehalt von verschiedenen Nahrungsmitteln und Getränken einschätzen können. Besonders geirrt haben sich die Eltern bei Nahrungsmitteln und Getränken, die allgemein für gesund gehalten werden, wie z. B. Joghurt oder Orangensaft.

Diese Fehleinschätzung der Eltern war signifikant mit einem höheren Risiko verbunden, dass ihr Kind übergewichtig oder fettleibig ist. Die Empfehlung der WHO lautet: Der Zuckerkonsum sollte für Kinder wie auch für Erwachsene nicht mehr als 10 Prozent der täglichen Energiezufuhr ausmachen. Dies entspricht beim Erwachsenen etwa 50 Gramm Zucker; bei sieben- bis zehnjährigen Kindern etwa 45 Gramm. In Deutschland ist die verzehrte Menge fast doppelt so hoch.

Dallacker M et al. Parents‘ considerable underestimation of sugar and their child‘s risk of overweight. Int J Obes (Lond). 2018, online 30.01.2018.

 

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