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Zahnmythos Schwangerschaft

Was ist dran am Zahnmythos „Jedes Kind kostet einen Zahn.“?

Hartnäckig halten sich manche althergebrachten Mythen – so z. B., dass jedes Kind die Mutter einen Zahn kosten würde.

Prof. Dr. Stefan Zimmer, Universität Witten/Herdecke, räumt mit diesem Mythos auf. Er stellt klar: „Hormonelle Veränderungen führen in der Schwangerschaft zu einer Lockerung des Bindegewebes. Davon betroffen ist auch der Zahnhalteapparat. Bakterien können in dieser Zeit leichter in das parodontale Gewebe eindringen, weshalb eine bestehende Parodontitis einen schnelleren Verlauf nimmt, was tatsächlich zum Zahnverlust führen kann.

Aber nicht die Schwangerschaft ist die Ursache für die Parodontitis, sondern eine spezifische Plaque. Wenn diese während der Schwangerschaft durch gute Mundhygiene und regelmäßige professionelle Zahnreinigungen besonders gut kontrolliert wird, geht kein Zahn verloren. Also kostet nicht das Kind, sondern die Plaque den Zahn.“ .

Pressekonferenz zum Tag der Zahngesundheit 2016, Berlin, 20. September 2016.

 

Dr. Michaela Sperlich | Tullner Straße 20/2/1 | 3443 Sieghartskirchen | Tel 02274 2255 |   keinzahnweh@derzahnarzt.at